
Liebe Thepi-Piano-Familie, liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,
Der Oktober liegt nun schon ein Weilchen zurück, aber die wunderbaren Erinnerungen an unser jüngstes Klavierkonzert hallen bei uns allen – bei uns Lehrern, bei Ihnen als Eltern und vor allem bei unseren mutigen Schülern – noch immer nach.
Es war ein voller Erfolg! Herzlichen Dank an Sie alle für das Vertrauen, die Unterstützung und die unglaubliche Beharrlichkeit, die Sie in die Vorbereitung dieses besonderen Tages gesteckt haben.
Als Gründerin von Thepi-Piano möchte ich diesen Moment nutzen, um nicht nur Danke zu sagen, sondern auch unsere Mission und die Philosophie, die wir bei jedem Konzert verfolgen, zu bekräftigen.
Unsere Philosophie: Mut säen, nicht Können zur Schau stellen
Unsere oberste Priorität ist es, den Samen des Mutes in unseren Schülern zu pflanzen.
1. Die Bühne gehört den Schülern – jedem Einzelnen.
Basierend auf meiner früheren Arbeit in Asien ist es bei Thepi-Piano selbstverständlich, dass junge Anfänger an Konzerten teilnehmen, unabhängig davon, wie weit sie in ihrer Entwicklung sind. Es muss nicht perfekt klingen oder ein hochkomplexes, „cooles“ Stück sein.
Ich habe festgestellt, dass der Stil von Klavierabenden hier in Deutschland manchmal dazu tendiert, nur die fortgeschrittensten Schüler zu präsentieren. Wir möchten bewusst einen anderen Weg gehen. Die Bühne ist der Ort, an dem Wachstum stattfindet. Sie gehört unseren Schülern – nicht dazu, uns Lehrer oder die Schule selbst in ein perfektes Licht zu rücken. Deshalb glauben wir nicht an die Idee, nur die „Coolen“ zur Schau zu stellen.
2. Fokus auf den Prozess, nicht nur das Ergebnis.
Wir möchten unseren Schülern beibringen, dass die Anstrengung und der Prozess des Lernens den eigentlichen Wert darstellen.
Das beste Beispiel dafür ist unser jüngster Teilnehmer, ein Kind aus der 2. Klasse, der erst im Juni dieses Jahres mit dem Klavierspielen begonnen hat. In Anbetracht der sechswöchigen Sommerferien hatte diese Schülerin nicht mehr als 12 Lektionen à 30 Minuten vor dem Konzert. Und an diesem Tag? Sie hat es wunderschön abgeliefert.
Ein Bekannter von uns, selbst professioneller Klavierlehrer an einer öffentlichen Musikschule, riet uns, die jüngeren Schüler zu begleiten, da ihre Lieder noch sehr einfach klängen. Wir haben uns dagegen entschieden. Da die meisten unserer Schüler Solo-Stücke spielten, wollten wir das Rampenlicht nicht von unseren kleinen Anfängern wegnehmen.
Wie ich an diesem Tag gesagt habe:
„Für mich geht es hier nicht um das Ergebnis. Es geht um den Prozess und den Mut. Gebt einfach euer Bestes und macht euch keine Sorgen darüber, ob ihr besser spielt oder ob andere Kinder besser spielen. Denn am Ende zählt nicht das Ergebnis, sondern der Mut, sich außerhalb der Komfortzone zu bewegen und die Kontrolle über den eigenen Geist zu übernehmen.“
3. Raus aus der Komfortzone – mit maßgeschneiderter Musik.
Wir möchten unsere Schüler ermutigen, Herausforderungen anzunehmen. Das war der Grund, warum wir uns bewusst gegen Lieder aus dem Lehrbuch entschieden haben, die die Schüler bereits spielen konnten. Stattdessen haben wir jeden Schüler gebeten, sich seine absolute Lieblingsmelodie auszuwählen.
An dieser Stelle geht ein riesiges Dankeschön an meinen Partner, Felix Langemann. Ohne ihn wäre die Arbeit, all diese Lieblingslieder individuell von Grund auf zu arrangieren, um sie dem jeweiligen Können unserer Schüler anzupassen, nicht zu bewältigen gewesen.
Der „Mind Challenge“
Ich glaube, dieses Konzert hat bei uns allen, bei den Schülern, bei uns als Lehrern und ganz besonders bei Ihnen als Eltern, einen tiefen Eindruck hinterlassen.
Während der Vorbereitung meldeten sich mindestens drei Familien bei uns, die unsicher waren, ob das gewählte Stück für ihre Kinder nicht doch zu schwierig war.
Aber wie wir alle an diesem Tag erleben durften: Alle haben es wunderschön gemeistert, ohne dass wir ein einziges Lied austauschen mussten.
Dieses Erlebnis war nicht nur ein musikalischer Auftritt, sondern ein „Mind Challenge“ an uns alle. Ich kann Ihnen nicht genug dafür danken, wie viel mir das Konzert an diesem Tag bedeutet hat. 🥰
Wie ich meinen Schülern an diesem Tag versprochen habe:
„Wenn ihr je eine Erinnerung braucht, könnt ihr euch jederzeit an mich wenden. Ich kann euch dann im Detail erzählen, wie sehr ihr euch beim Erlernen all dieser herausfordernden Stücke durchgekämpft und wie viel ihr erreicht habt.“
Mit Mut und Dankbarkeit,
Ihre Gründerin von Thepi-Piano



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